Threema

Warum so viele zu Threema wechseln

Sowohl in meinem Bekanntenkreis, als auch in den sozialen Netzwerken geht es seit Tagen um Threema. Die Ursache ist der Verkauf von WhatsApp an Facebook und schließlich müssen all diese Nutzer nun eine neue Plattform finden. Warum viele von ihnen nicht einfach bei WhatsApp bleiben hat folgenden Grund: Facebook weiß zwar einiges über sie, aber die alltägliche Kommunikation blieb verborgen bzw. wurde in andere Hände gelegt und das soll auch weiterhin so bleiben.

Das Rennen auf den Nachfolger macht derzeit wie gesagt Threema und der Messenger ist tatsächlich interessant. Der große Knackpunkt ist immer die Frage: Wie wird ein Dienst finanziert? Threema gibt es derzeit für Android (1,60 €) und iOS (1,80 €), danach fallen keine weiteren Gebühren an. Laut dem Entwickler sind die Serverkosten damit für mehrere Jahre gedeckt. Mit dem aktuellen Zustrom vielleicht noch länger – je nach dem wie umfangreich nun in neue Hardware investiert werden muss. Allerdings hat wohl niemand den Anspruch einen Messenger für den Rest seines Lebens zu nutzen und eine Änderung des Bezahlmodells immer möglich ist.

Vorbildlich ist der Umgang mit den Nachrichten. Diese liegen aufgrund der asymmetrischen Ende-zu-Ende Verschlüssung nicht nur verschlüsselt auf dem Server des Unternehmens, sondern werden nach der Zustellung von diesem wieder gelöscht.

Die Vertrauenswürdigkeit eines Gesprächspartners ist farblich gekenntzeichnet:

  • Rote Kontakte sind unbekannt, weil ihre ID entweder per Hand eingegeben wurde oder sie eine Nachricht geschickt haben. In diesem Fall kann man sich nicht sicher sein, wer schreibt.
  • Orange heißt, es ist vergleichsweise sicher, dass der Kontakt auch der ist, der man denkt. Die Identität wurde per SMS oder E-Mail geprüft.
  • Identifiziert man sich eigenhändig – durch das Einscannen des persönlichen QR-Codes – werden die Punkte grün.

Fazit

Selbst wenn WhatsApp nicht aufgekauft worden wäre, ist Threema der derzeit beste Messenger den ich kenne. Wer weder mir, noch der Masse, blind vertrauen möchte sollte sich auf jeden Fall diese Folge von Marcus Richters Podcast mit dem Entwickler anhören.

Aufgrund der Sicherheitsmechaniken musste der Komfort eingeschränkt werden. Je nach dem wie euer Nutzungsverhalten aussieht lohnt es sich mindestens einen Blick die Website der App zu werfen.